Fieber ist häufig eine Folge von harmlosen Infektionen, wie z.B. einer Erkältung. Die gestiegene Körpertemperatur ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf die Krankheitserreger. Gerade beim Fieber ist die Entwicklung ausschlaggebender als die Momentaufnahme. Die Körpertemperatur eines Menschen schwankt generell. So liegt sie beim Gesunden zwischen 36,0 und 37,2 Grad Celsius. Des Weiteren steigt sie sogar innerhalb des Tagesverlaufs an. So kann man bei einem Erwachsenen mit einer Temperatur von 37,5 Grad Celsius am Morgen durchaus von erhöhter Temperatur oder Fieber sprechen, während diese Temperatur abends durchaus normal sein kann. 

Neben der Temperatur ist vor allem der Allgemeinzustand des Betroffenen ausschlaggebend. Erhöhte Temperatur ist nämlich nicht ein reines Krankheitssymptom, sondern die beste körpereigene Abwehr. Für die Behandlung ist also das Befinden des Fiebernden wichtig. Kinder unterliegen noch größeren Schwankungen bei ihrer Körpertemperatur. Bei ihnen spricht man erst ab 38,5 Grad Celsius von Fieber.

Die erhöhte Temperatur aktiviert unser Immunsystem und regt die Bekämpfung der krankmachenden Erreger an. Das Fieber sorgt für eine höhere Effektivität. Deshalb sollte immer abgewogen werden, ob eine fiebersenkende Therapie sinnvoll ist.

Fieber ist häufig beängstigend und unangenehm. Trotzdem sollten fiebersenkende Maßnahmen nur selten ergriffen werden, um die Aktivierung des eigenen Immunsystems nicht zu blockieren. Ruhe und ausreichend Flüssigkeit sind die wichtigsten Maßnahmen. Liegt ein Infekt vor, sollte lieber die Ursache für die Reaktion des Körpers behandelt werden. In vielen chemischen Erkältungsmitteln sind schmerzlindernde und fiebersenkende Arzneistoffe, wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure und Paracetamol, enthalten. Eine Fiebersenkung kann aber den Krankheitsverlauf verlängern.

Homöopathisch wird zur Fiebersenkung Belladonna und Aconitum gegeben. Die beiden Mittel beziehen in ihrem Arzneimittelbild besonders den Gemütszustand des Betroffenen mit ein. Belladonna hat ein rotes Gesicht mit einem heißen, verschwitzten Kopf und glasigen Augen. Der Kranke ist benommen und hat Alpträume. Aconitum dagegen verspürt Angst und Unruhe, das Gesicht ist beim Aufrichten blass, sowie heiß und trocken. Für beide Mittel gilt, dass das Fieber plötzlich auftritt.

Bei fiebernden Kindern, wie auch bei Erwachsenen können Wadenwickel Erleichterung bringen. Sie sollten nicht zu kalt sein und nicht länger 20 Minuten gewickelt bleiben. Im Anschluss muss weiter auf Wärme und Bettruhe geachtet werden.

2021-06-01T17:18:38+02:0014. 03. 2019|Allgemein|
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