Probiotika und Lebensmittel mit probiotischen Kulturen sind in aller Munde. Doch was sind Probiotika und wo für brauchen wir sie überhaupt?

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die einen positiven Einfluss auf den menschlichen Organismus haben. In der Regel handelt es sich um die Mikroorganismen, die für eine ausgewogene Keimbesiedlung des Darms und zusätzlich bei Frauen für ein gesundes Gleichgewicht in der Vagina verantwortlich sind. Mehrheitlich handelt es sich dabei um Milchsäure-, Bifido- und Hefebakterien.  

Auch Lebensmittel, wie bestimmte Milchprodukte und fermentiertes Gemüse, können diese Bakterienkulturen enthalten und sind damit probiotisch.

Im Gegensatz hierzu enthalten Präbiotika nicht die Bakterienstämme, sondern unverdauliche Nahrungsbestandteile, wie Lactulose und Inulin, die für das Wachstum der Bakterien verantwortlich sind. Artischocke, Lauch und Topinambur gelten wegen ihres hohen Inulingehaltes als präbiotische Lebensmittel.

Eine Kombination von beidem ist also durchaus sinnvoll, weil die Präbiotika die Nahrungsgrundlage für die nützlichen „Helferkeime“ bilden.

Aber warum sind diese Bakterien für uns so wichtig? Die Antwort ist einfach, weil eine ausgewogene Darmflora neben einer intakten Verdauung auch für ein gut funktionierendes Immunsystem sorgt.

Wichtige Einsatzgebiete für Probiotika sind demnach die Darmsanierung, die Stärkung des Immunsystems zur Vorbeugung von Infekten und als Begleittherapie bei Allergien, Hauterkrankungen und Autoimmunerkrankungen, sowie die Prävention und Behandlung von Antibiotika-Diarrhoe oder –Vaginalmykosen.

2021-06-01T17:20:47+02:0021. 02. 2019|Allgemein|
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