Die Gemmotherapie ist eine Form der Phytotherapie, bei der ausschließlich das junge, teilungsfähige Gewebe von Pflanzen aus den Knospen, jungen Sprossen und Trieben sowie in wachsenden Wurzelspitzen zur Herstellung von Arzneien verwendet wird. 

Die Vitalität und Kraft der Pflanzenknospen wird für jeden im Frühjahr ersichtlich, wenn innerhalb kürzester Zeit die Blätter der Bäume und Sträucher austreiben. Manchmal dauert dieser Prozess nur Stunden. Dieser Austrieb wird eingeleitet durch Stoffe im embryonären Gewebe der Knospe, die bereits die gesamte Information für alle hieraus wachsenden Pflanzenteile besitzt. Es handelt sich sozusagen um die embryonalen Stammzellen der Pflanzen. 

Die verwendeten jungen Pflanzen werden biologisch angebaut und zu einer Zeit geerntet, in der die Konzentration der enthaltenen Wirkstoffe besonders hoch ist. Die Arzneimittel werden aus den frischen Pflanzenknospen hergestellt, es werden keine weiteren anderen Pflanzenteile verwendet. Da sich das Gewebe der Knospen in der Vermehrung befindet, ist es reich an pflanzlichen Wachstumsfaktoren, Proteinen und Vitaminen. 

Die wertvollen Inhaltsstoffe werden durch einen Glycerol-Alkohol-Auszug schonend gewonnen und stehen dann als gehaltvolle Mazerate zur Verfügung. Ein runder und angenehmer Geschmack, sowie der geringe Alkoholgehalt von 15%, sorgen für eine gute Verträglichkeit und Therapietreue.

Die Gemmotherapie macht diese Vitalität der Pflanzen als Regenerations- und Heilkraft für uns Menschen nutzbar. Gemmo ist lateinisch und bedeutet schlicht und ergreifend Knospe.

Der Entdecker der Gemmotherapie war Dr. Pol Henry aus Belgien. In Belgien, Frankreich und der Schweiz ist diese Therapieform schon länger bekannt. Als traditionelle europäische Behandlungsmethode etabliert sie sich jetzt auch in weiteren Teilen Europas.

2021-06-01T19:00:27+02:0001. 11. 2018|Spezialitäten|
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